Von Brustkrebs betroffene Frauen müssen an mehreren Fronten kämpfen. Zum einen mit der lebensbedrohlichen Krankheit. Zum anderen kann auch ihre Identität als Frau gefährdet sein, wenn sie vom Verlust einer oder sogar beider Brüste bedroht sind.
Nach überstandener Erkrankung kann die Brustrekonstruktion ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Genesung sein. Die Wiederherstellung erfolgt entweder mittels körpereigenen Gewebes, mittels Implantaten oder auch durch eine Kombination beider Möglichkeiten. Wird die Rekonstruktion nicht gleichzeitig mit der Entfernung des Tumors vorgenommen, ist der Aufbau nach Abschluss aller onkologischen Behandlungen eine gute Alternative. Die angewendete Technik bei der Rekonstruktionsoperation hängt vom jeweiligen Befund ab.
Grundsätzlich erfolgt der Aufbau der Brust in drei Schritten: Zunächst werden Haut- und Brustgewebe ersetzt, und es wird eine Symmetrie der beiden Brüste hergestellt. Anschließend wird die Brustwarze rekonstruiert und der Brustwarzenhof tätowiert. Beim Einsetzen von Implantaten kann die Notwendigkeit bestehen, das Gewebe vorab mit einem Expander zu dehnen. Bei der Verwendung von körpereigenem Gewebe verwendet, muss dieses zuvor anderen Körperbereichen entnommen werden.
Der Aufbau der Brustwarze erfolgt meist durch ganz spezielle Hautverschiebelappenplastiken oder mittels Teilens des Brustwarzengewebes der gesunden Brust. Für die Rekonstruktion des Brustwarzenvorhofs kann ebenfalls eigene Haut transplantiert oder mittels Tätowierung imitiert werden. Der Wiederaufbau der Brustwarze findet jedenfalls erst statt, nachdem die vorangegangenen Schritte erfolgreich verlaufen sind.
Ablauf der Brust- und Brustwarzenrekonstruktion
Vorbereitung
In einem ausführlichen Beratungsgespräch informiere ich Sie über die Korrekturmöglichkeiten. Wir besprechen gemeinsam die Erwartungen und Vorstellungen. Auf dieser Grundlage erstelle ich ein individuell auf Sie abgestimmtes Therapiekonzept. Dabei ist es mir besonders wichtig, möglichst sanfte Operationsmethoden anzuwenden. Individuell geplante Operationen führen auch zu unterschiedlichen Kosten. Die Kosten werden je nach Aufwand und Operationsdauer beziehungsweise stationärem Aufenthalt berechnet. Nach dem Beratungsgespräch erhalten Sie einen Kostenvoranschlag.
Vor der Operation sind auch Voruntersuchungen durchzuführen (Operationsfreigabe), die ich im Rahmen der Erörterung des Behandlungsplans mit Ihnen bespreche.
Brustrekonstruktion mit Implantat
Zeitplan
- Operationsdauer: 1 bis 2 Stunden, je nach Ausgangssituation
- Anästhesie: Vollnarkose
- KH-Aufenthaltsdauer: zirka 2 bis 3 Tage
- Heilungsdauer: 4 bis 6 Wochen
Was ist zu beachten?
- Keine Einnahme von Aspirin oder anderen blutverdünnenden Medikamenten in der Woche vor und nach der Operation.
- Wichtige Medikationen müssen im Vorfeld gesondert besprochen werden.
- Ruhe und Vermeidung von Anstrengungen in der ersten Woche nach der Operation.
- Vier bis sechs Wochen kein schweres Tragen und Heben (nicht mehr als drei Kilogramm).
- Kein Sport in den nächsten vier bis sechs Wochen.
- Keine Saunabesuche oder Sonnenbäder in den vier bis sechs Wochen nach der Operation.
- Arbeitsfähig ist man je nach Eingriffsart nach zirka 7 bis 14 Tagen.
- Ein Sport-BH ist für vier bis sechs Wochen Tag und Nacht zu tragen.
Brustrekonstruktion mit Eigengewebe
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Brustrekonstruktion mit Eigengewebe, daraus resultieren auch unterschiedlich lange Behandlungs- beziehungsweise Krankenhausaufenthaltszeiträume. Darüber informiere ich Sie genau bei einem ausführlichen Beratungsgespräch.
Zeitplan
- Operationsdauer: zirka 45 Minuten
- Anästhesie: Lokalanästhesie
- KH-Aufenthaltsdauer: 1 Tag, kann aber auch ambulant durchgeführt werden
- Heilungsdauer: 4 bis 6 Wochen
Was ist zu beachten?
- Keine Einnahme von Aspirin oder anderen blutverdünnenden Medikamenten in der Woche vor und nach der Operation.
- Wichtige Medikationen müssen im Vorfeld gesondert besprochen werden.
- Ruhe und Vermeidung von Anstrengungen in der ersten Woche nach der Operation.
- Vier bis sechs Wochen kein schweres Tragen und Heben (nicht mehr als drei Kilogramm).
- Kein Sport in den nächsten 10 bis 14 Tagen.
- Keine Saunabesuche oder Sonnenbäder in den zwei Wochen nach der Operation.
- Arbeitsfähig ist man je nach Eingriffsart nach zirka 7 bis 14 Tagen.
- Ein Sport-BH ist für vier bis sechs Wochen zu tragen.